04. September 2011 − 11. September 2011
Bitte beachten Sie!
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.
Sonntag, 04.09.11
Da die Miet- und Privaträder bereits am Samstag in den Anhänger verladen wurden, kom-men heute morgen alle Reiseteilnehmer in den Genuss des Taxitransfers ab Haustür, der allerdings nicht gewohnt flüssig, sondern mit Verzögerungen vonstatten geht. Nach den Zustiegstellen des neuen *****Luxusbusses in Heinsberg, Köln und Troisdorf geht die Reise Richtung Bayern. Uli Trippe am Steuer und Irma Reiners als Reiseleiterin gestalten die Fahrt wie immer sicher und abwechslungsreich: Mit Zeitschriften und Reiseinformationen, mit Erläuterungen zur Strecke und zum Reiseziel, mit Sekt, Kaffee, Gebäck und Kaltge-tränken, die angesichts der hochsommerlichen Temperaturen besonders gefragt sind. Um 17.00 Uhr treffen wir in Regensburg ein, passieren in unserem Bus die Altstadt und gelan-gen so zu unserem ****Hotel Arch am Haidplatz, ein Haus im historischen Gemäuer. Nach-dem wir uns in unseren Zimmern eingerichtet und frisch gemacht haben, lassen wir den Tag mit einem Abendessen im Schwester-Hotel Pach ausklingen.
Montag, 05.09.11
Einer der bedeutendsten Gebäudekomplexe von Regensburg ist Schloss Emmeram, Sitz der Familie von Thurn und Taxis. Dorthin spazieren wir um 9.30 Uhr, um uns von der sehr guten Führerin Julia Greil die Räumlichkeiten zeigen zu lassen. Ob Treppenhaus, silberner Salon, Ballsaal oder Hauskapelle - alles ist nicht nur kostbar mit Marmor, Gobelins, etc. ausgestattet sondern verweist auch auf die Familiengeschichte mit ihrem rasanten Auf-stieg. So ist Emmeram heute noch ein lebendiges Schloss, das für private und öffentliche Festlichkeiten genutzt wird. Nach der Führung legen wir einen „Frisch-Mach-Stopp“ im Hotel ein und brechen in unserem Bus zum Nachmittagsausflug auf: In Wörth an der Donau werden die Fahrräder hergerichtet und nach einigen Überlegungen - denn zwischenzeitlich hat Regen und ein kräftiger Wind eingesetzt - starten wir unsere erste Radetappe. Die Nicht-Radler besuchen per Bus die Walhalla, die Ruhmeshalle der Deutschen im Stil eines griechischen Tempels, die hoch über der Donau thront. Auch die Strecke der Radler ent-lang des linken Donauufers führt an der Walhalla vorbei und einige steigen die 360 Stufen empor, um die großartige Aussicht zu genießen. Mittlerweile hat Petrus sich auf trockenes Wetter besonnen, so dass wir nach 29 Km durch die Donau-Auen wohlbehalten in Regens-burg eintreffen. Abends kommen wir in den Genuss der typisch bayerischen Küche: in der traditionellen Braugaststätte Kneitinger.
Dienstag, 06.09.11
Die Sonne lacht vom blauen Himmel und beschert uns den ganzen Tag spätsommerliche Temperaturen - also ideale Bedingungen für die Erkundung des Bayerischen Waldes. Die Bus-Ausflügler fahren gemütlich um 10.30 Uhr Richtung Straubing und dann über die Pano-ramastrecke mit herrlichen Ausblicken auf Wälder und Wiesen bis Falkenstein. Nach der Mittagsrast geht’s weiter in das Tal des Regens, wo sie auf die Radler treffen. Diese sind bereits um 9.30 Uhr aufgebrochen, über die berühmte Steinerne Brücke auf die andere Seite der Donau gelangt, wo der romantische Regental-Radweg beginnt. Mal schlängelt der gut befestigte Weg sich unmittelbar am Ufer entlang durch die Auen, mal führt er durch Äcker und Wiesen. Dabei sind wir von den sanften bewaldeten Hügeln des Bayerischen Waldes umgeben - eine Bilderbuch-Landschaft! In Regenstauf legen wir eine erste Pause ein. Nach weiteren 14 Km erreichen wir das Regenknie mit dem Örtchen Marienthal.
Ein typisch bayerischer Biergarten bietet sich zur Einkehr an. Mit einer „Bergwertung“ zum Schluss erreichen wir nach rund 44 Tageskilometern um 16.00 Uhr Reichenbach. Die Räder werden durch unseren stets hilfsbereiten Fahrer Uli im Radanhänger verstaut und wir kehren in unserem Bus nach Regensburg zurück.
Mittwoch, 07.09.11
Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir alle gemeinsam um 10.00 Uhr im Bus Rich-tung Kelheim. Schon von weitem erkennen wir die markante Befreiungshalle aus dem 19. Jahrhundert auf dem Michelberg. Unser Ziel ist das älteste bayerische Kloster: Welten-burg. Im Besucherzentrum lernen wir durch einen Film die Geschichte und das aktuelle Leben in diesem Benediktinerkloster kennen sowie den künstlerischen Wert der Barock-kirche schätzen. Die Brüder Asam haben mit ihren Stuckarbeiten, Malereien und der nach oben strebenden Lichtwirkung ein Meisterwerk geschaffen. Wir nehmen die Kirche persön-lich in Augenschein und kehren dann zum Mittagessen in die Klosterschenke ein, wo uns gute und üppigste bayerische Braugaststättenkost erwartet. Gut gestärkt gehen wir an Bord eines Donauschiffes und durchfahren den Donaudurchbruch. Hoch aufragende Kalk-steinfelsen in bizarren Formen zwingen die Donau in ein enges Bett - ein beeindruckendes Naturerlebnis. Als wir in Kelheim ankommen, hat Uli die Räder schon aus dem Anhänger geladen, so dass sich unsere Gruppe wieder teilt. Die Einen bummeln noch ein wenig durch Kelheim, während die Anderen auf dem Donauradweg in die Pedale treten. Leider führt dieser zunächst durch Gewerbegebiete und aufgrund eines Kartenfehlers auf eine Bundes-straße, bevor es durch die Auen geht. Als wir nach knapp 20 Radkilometern Bad Abbach erreichen, setzt Regen ein. So ziehen die meisten den Transfer in unserem bereit stehen-den Bus vor. Ein „harter Kern“ trotzt dem Wetter und radelt auf dem nun sehr malerisch stets am Donauufer entlang führenden Weg zurück nach Regensburg. Nach 42 Tageskilo-metern treffen wir um 18.30 Uhr etwas „vermatscht“ aber sehr zufrieden hier ein.
Donnerstag, 08.09.11
Heute erkunden wir das Altmühltal - bei zwar trübem aber letztlich den ganzen Tag trockenem Wetter. Um 9.00 Uhr geht’s noch einmal für alle im Bus nach Kelheim, wo die Räder ausgeladen werden. Dann trennen sich die Wege. Die Bus-Ausflügler fahren nach Eichstätt, der kleinsten Universitätsstadt Europas und bedeutendem Bistum im Altmühltal. Die imposante fürstbischöfliche Residenz mit ihrem Platz verweist auf dessen Geschichte.
Nachmittags führt der Weg ins malerische Städtchen Beilngries, wo um 16.00 Uhr nach 46 Gesamtkilometern auch die Radler ankommen. Ab Kelheim radeln wir auf dem wunder-schönen Altmühltal Radweg zunächst nach Riedenburg, wo wir nach rund 17 Kilometern die erste Pause einlegen. Nächste Station nach weiteren 17 Kilometern ist Dietfurt. Hier ent-scheiden einige, dass ihr Tagespensum voll ist und sie vom Bus abgeholt werden möchten. Der Rest kostet die Radeltour durchs Altmühltal voll aus: Meist bleibt der gut befestigte Weg nah am Altmühl-Main-Donau-Kanal bzw. ab Dietfurt an der Altmühl, so dass wir von Schilf und Wiesen begleitet werden. Das Wasser glänzt kräftig grün und klar. Links und rechts erheben sich die bewaldeten Höhen, mal von Kalkfelsen durchbrochen, mal von einer Burg gekrönt - die perfekte Kulisse. Nachdem wir alle gemeinsam von Beilngries im Bus nach Regensburg zurückgekehrt sind, lassen wir den gelungen Tag mit einem leckeren Abendessen im Wirtshaus „Zum Augustiner“ ausklingen.
Freitag, 09.09.11
Es ist wieder etwas wärmer geworden, bedeckt aber trocken - also ideales Fahrradwetter. So starten wir heute wieder um 9.00 Uhr und fahren gemeinsam in unserem Bus nach Beratzhausen. Hier lädt Uli die Räder aus dem Anhänger und wir beginnen unsere Etappe entlang der Schwarzen Laber. Dieses grau-grüne Flüsschen windet sich in vielen Schlingen
zur Donau hin und unsere Route folgt dieses Windungen: mal durch den dichten Mischwald, mal über die Landstraße. Erstaunlich viele ehemalige Mühlen säumen unseren Weg in diesem abgeschiedenen Tal. Wir passieren das Dorf Laaber und erreichen nach ca. 18 Kilometern Eichhofen, wo Ort und Brauerei eins zu sein scheinen. In der Braugaststätte legen wir eine Pause ein. Einige beenden ihre Radtour und erwarten unseren Bustransfer. Bis Sinzig begleitet unser Radweg die Schwarze Laber. Dann geht’s über die Eisenbahn-brücke und entlang der Donau zurück nach Regensburg, wo wir nach 40 Tageskilometern bereits um 14.30 Uhr eintreffen. Die Nicht-Radler haben derweil in unserem Bus einen Ausflug nach Amberg gemacht. Die bezaubernde Altstadt wird noch nahezu komplett von einer Befestigungsmauer umschlossen und vom Flüsschen Vils durchquert. Leider ist der Aufenthalt aufgrund der Lenkruhevorschrift für unseren Fahrer recht kurz. Doch so bleibt nachmittags ausreichend Zeit, in Ruhe durch Regensburgs Gassen zu flanieren und sich die alten Patrizierhäuser genauer anzusehen. Wir beschließen den schönen Tag mit einem Abendmenü im namhaften Restaurant „Am Bischfshof“.
Samstag, 10.09.11
Wir bleiben heute Vormittag in Regensburg, frühstücken gemütlich und spazieren um 9.45 Uhr zum Regensburger Dom. Er ist nicht nur die Wirkungsstätte der berühmten Regens-burger Domspatzen, sondern mit seinen beiden hoch aufragenden gotischen Türmen auch ein markantes Wahrzeichen. Die kompetente Domführerin, Frau Kilburg, öffnet uns die Augen für so manches Detail wie des „Teufels Großmutter“, die Hängevorrichtung der neuen Orgel, die Glasfenster der unterschiedlichen Epochen, usw. Schließlich führt sie uns in den mittelalterlichen Kreuzgang mit der Allerheiligen-Kapelle, welche ohne Führung gar nicht zugänglich ist - eine beeindruckende Besichtigung. Nun haben wir bis 13.00 Uhr Zeit, der traditionellen „Wurstküche“ einen Besuch abzustatten oder anderweitig einzukehren. Dann starten wir zu unserer letzten Radetappe, und zwar bei strahlendem Sommerwetter.
Noch einmal radeln wir entlang der Donau und zweigen an der Wallfahrtskirche Maria Ort ins Naabtal ab. Die Naab fließt gemächlich durch Wiesen, Äcker und Auenwälder. Immer wieder glitzert die Wasserfläche neben uns, denn der Radweg bleibt nah beim Ufer. Nach den Trinkpausen angesichts des „Bilderbuch-Wetters“ und der „Bilderbuch-Landschaft“ erreichen wir gegen 16.00 Uhr nach 28 Tageskilometern Kallmünz. Ein Bummel durch den hübschen Ort und ein Eisbecher bieten sich an, bis unser Bus mit dem anderen Teil der Gruppe eintrifft. Dieser hat zwischenzeitlich Burglengenfeld besucht. Nachdem alle Räder für die Heimreise verladen sind, geht’s gemeinsam zurück nach Regensburg.
Sonntag, 11.09.11
Wir nehmen Abschied von der schönen Stadt Regensburg und von Bayern. Pünktlich um 9.00 Uhr begeben wir uns auf die bekannte Strecken via Nürnberg und Würzburg in die Heimat. Da der Abschiedsabend mangels geeignetem Raum und wegen des schönen Sommerabend-Spazierwetters ausgefallen ist, haben wir einiges nachzuholen und die Zeit vergeht wie im Flug: ein Quiz zu Bayern, die kleinen Geschenke für die „Lumpensammler“, ein wunderbarer Rückblick in Versform, usw. Pausen und die Versorgung des leiblichen Wohls mit Sekt, Kaffee & Gebäck runden die Rückreise ab. So kommen wir um 16.30 Uhr sicher im Rheinland an mit den Ausstiegsstellen in Troisdorf, Köln und Heinsberg. Per Taxiservice gelangt jeder wohlbehalten nach Hause.