08. Juni 2011 − 15. Juni 2011
Bitte beachten Sie!
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.
Rad und Schiff Donau de Luxe
Mittwoch, 08.06.11
Früh am Morgen treffen sich die Reiseteilnehmer an den Haltepunkten des brandneuen
*****Reisebusses in Geilenkirchen und Köln. Die kleine Gruppe von Begeisterten für die Kombination aus Flusskreuzfahrt und Radreise wird von dem bewährten Team aus Irma Reiners als Reiseleiterin und Uli Trippe als Busfahrer und Fahrradmonteur begrüßt. Durch Hessen und Franken geht die Fahrt zügig voran. Reiseinformationen, Lektüre, Pausen, ein Gläschen Sekt sowie Kaffee & Gebäck lassen die Zeit schnell vergehen - zumal sich jeder in den extragroßzügigen Sitzen dieses Reisebusses wohlfühlt. Um 15.45 Uhr treffen wir in Passau ein, wo die MS Amadeus Rhapsody uns am Altstadtkai erwartet. Das Gepäck wird an Bord gebracht und Kaffee & Kuchen stehen schon bereit. Von der freundlichen Bordreise-leitung gibt es erste Instruktionen zu den Regeln und Gegebenheiten an Bord. Welch ein exklusiver Luxus, dass wir dieses Kreuzfahrtschiff ganz für uns alleine haben! Pünktlich um 17.45 Uhr heißt es „Schiff ahoi“. Vor der in der Sonne leuchtenden Kulisse der Altstadt von Passau dreht das Schiff und wir starten die Fahrt donauabwärts. Beim Begrüßungssekt in der Bordbar stellt sich die Crew vor. Anschließend lassen wir uns im Restaurant das erste Abendmenü servieren, während die üppig grüne Landschaft an uns vorüberzieht und wir die Schlögener Schlinge passieren. Mit einem Spaziergang über’s Sonnendeck und einem Ab-sacker an der Bordbar würdigen wir den gelungenen Reisestart.
Donnerstag, 09.06.11
Während unser Schiff die lieblichen österreichischen Landschaften des Strudengau und Nibelungengau passiert, genießen wir das Leben an Bord: Den Ausblick vom Sonnendeck, das Gymnastikprogramm, den bayerischen Frühschoppen und die Erläuterungen der Reise-leiterin zur Region. Um 12.30 Uhr legt die MS Amadeus Rhapsody in Spitz in der Wachau an, wo unser Bus uns samt Räder bereits erwartet. Wir rüsten uns zum ersten Ausflug. Die Nicht-Radler werden zur Wachaurundfahrt von der lokalen Reiseführerin, Monika Hau-leitner, begrüßt. Unter ihrer Leitung lernen sie unter anderem das einstige Augustiner Chorherren-stift in Dürnstein sowie das Städtchen Krems kennen. Die Radler starten zu ihrer ersten Etappe über den Donauradweg: Von Spitz geht’s durch die Weinberge und die malerischen Dörfer mit bunt bemalten Häusern und unzähligen Weingütern bis Weißen-kirchen. Hier thront die Wehrkirche St. Michael über dem Ort und einige von uns klettern die Stufen hinauf, um einen Blick hineinzuwerfen. Wir radeln weiter bis Dürnstein, dessen Stiftskirche mit dem barocken blauen Turm zum Symbol der Wachau geworden ist. Nach einem Spaziergang durch den hübschen Ort setzen wir die Fahrt fort bis Stein und radeln über die Donaubrücke ans andere Ufer. Entlang des waldreichen Südufers geht’s zurück nach Spitz. Per Rollfähre gelangen wir nach 33 Km pünktlich um 17.00 Uhr wieder ans linke Ufer und zurück zu unserem Kreuzfahrtschiff. Begleitet von Wind und Sonne haben wir einen wunderbaren Nachmittag erlebt. Einige von uns lassen den Tag beim Musik-Quiz in der Bordbar ausklingen.
Freitag, 10.06.11
Der Tag beginnt gemütlich: Wir stärken uns am üppigen Frühstücksbuffet und genießen die ersten Sonnenstrahlen an Deck, während unser Schiff über die ungarische Donau gleitet. Nach dem unterhaltsamen Auftakt am Vortag, trifft sich auch heute wieder die ganze Gruppe zur Morgengymnastik. Anschließend zeigt die Bordreiseleiterin in der Bordbar einen interessanten Bericht über die Donau - über die Geschichte des Siedlungsraumes, die An-rainerstaaten, die wirtschaftliche Bedeutung, etc. Nach dem Mittagessen läuft die MS Amadeus Rhapsody in Budapest ein: Zunächst zeigt sich die Margareteninsel und dann taucht das gesamte herrliche Panorama auf.
Unter der Leitung der Stadtführerin Ildiko bekommen wir nachmittags einen Überblick über die ungarische Hauptstadt. Wir fahren hinauf auf den Gellertberg mit der Zitadelle, von dem wir einen fantastischen Ausblick auf die Budaer Berge einerseits und die Pester Ebene andererseits haben. Dann geht’s über die Elisabethbrücke nach Pest. Wir werfen einen Blick auf die Stephansbasilika und in die Fußgängerzone. Über die Andrassy Ut erreichen wir den kreisförmigen Heldenplatz und bewundern die Bauwerke auf dem ehemaligen Weltausstellungs-Gelände. Vorbei am neugotischen Parlament und über die berühmte Kettenbrücke fahren wir zurück nach Buda, hinauf auf den Burgberg. Hier spazieren wir zur Matthiaskirche mit dem bezaubernden bunten Majolika-Dach und zur Fischerbastei, die zum Wahrzeichen Budapests geworden ist. Nach drei Stunden Stadterkundung bei strahlendem Sommerwetter erreichen wir um kurz nach 17.30 Uhr wieder unser Schiff, das zwischen Elisabethbrücke und Kettenbrücke angelegt hat. Nach dem Abendessen an Bord erleben wir Budapest hautnah bei einem abendlich Spaziergang: Über die Kettenbrücke erreichen wir die Pester Seite und bummeln durch die Straßen bis zur Stephansbasilika. Nach einem bewundernden Blick flanieren wir weiter, vorbei am legendären Kaffeehaus Gerbeaud und durch die Einkaufsstraße bis zur Elisabethbrücke. Hier präsentiert sich das abendlich erleuchtete Budapest im perfekten Glanz. Wir nehmen wunderbare Eindrücke mit zurück an Bord.
Samstag, 11.06.11
Nach der regen Teilnahme an der Morgengymnastik und dem stärkenden Frühstück heißt es um 9.30 Uhr Abschiednehmen von Budapest. In unserem Bus fahren wir Richtung Norden bis Szentendre. Wir spazieren durch das malerische Künstlerstädtchen, das sich gerade durch intensive Bautätigkeit herausputzt. Dann trennen sich die Wege von Radlern und Nicht-Radlern. Die Nicht-Radler haben etwas mehr Muse, bis sie im Bus weiterfahren nach Visegrad im Donauknie, wo sie die fantastische Aussicht von der Hochburg genießen und in Erwartung der Radler zum Kaffee einkehren. Die Radler winden sich derweil auf unwirt-lichen Wegen heraus aus dem Städtchen Szentendre und nehmen schließlich um 12.30 Uhr die Fähre auf die Szentendre-Insel. Der Begriff „Fähre“ scheint beim dem klapprigen Boot nahezu abenteuerlich… Doch wir erreichen wohlbehalten das Ufer und radeln über die lang gestreckte Insel - vorbei an Friedhöfen und Pferdekoppeln - bis zur nächsten Fähre. Um 14.15 Uhr setzen wir über zur Bischofsstadt Vac. Ab jetzt führt der Donauradweg malerisch durch die Auenlandschaft bis Nagyamaros. Auenwälder, Wiesen und immer wieder das auf-blitzende Wasser der Donau säumen unseren Weg. Um 16.00 Uhr setzen wir schließlich mit der dritten und letzten Fähre über nach Visegrad. Nachdem wir unser Lunchpaket bereits bei den vorauf gehenden „Fähren-Pausen“ vertilgt haben, gönnen wir uns in Visegrad im Café Siraly einen guten Kaffee und/oder Eisbecher. Für einige endet hier nach 36 Km die Tagesetappe und sie entschließen sich, in unserem Bus mit nach Esztergom zu fahren, um dort genügend Zeit zu haben die prächtige Kathedrale zu besichtigen. Andere lassen sich vom herrlichen Sommerwetter und der bezaubernden Donaulandschaft zu weiterem Radeln verführen - wenn auch der Radweg nun größtenteils über die Bundesstraße führt. Müde aber rundum glücklich kommen wir um 18.45 Uhr nach insgesamt 60 Tageskilometern in Esztergom an unserem Bus an. Nachdem Uli wie immer sorgsam die Räder im Bus verstaut hat, bringt er uns auf die slowakische Seite der Donau, wo die MS Amadeus Rhasody uns um 19.30 Uhr aufnimmt. Der Abend klingt mit einem guten Essen und einer fröhlichen Runde in der Bordbar aus.
Pfingstsonntag, 12.06.11
Über Nacht sind wir donauaufwärts gefahren und legen morgens in Bratislava an. Um 9.00 Uhr begrüßt uns unsere Stadtführerin Vicenza, um uns die slowakische Hauptstadt zu zeigen. Bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen fahren wir in unserem Bus zunächst durch die wohlhabenden Wohnviertel der Stadt und auf den Burgberg.
Die Burg mit Ihren weithin sichtbaren vier Türmen ist nach den Kriegszerstörungen vollständig wieder errichtet worden und beherbergt heute Ausstellungs- und Repräsenta-tionsräume. Vom Burgberg hat man einen perfekten Überblick über die ganze Stadt. Die Altstadt unterhalb des Burgberg erkunden wir zu Fuß: das Nationaltheater, den Hauptplatz mit dem Alten Rathaus, die ehemalige Residenz des Primas von Esztergom, die Franzis-kanerkirche und vieles mehr. Hier ist viel alte Bausubstanz erhalten geblieben und liebe-voll restauriert worden. Nach dem Mittagessen rüsten die Radler sich für ihre heutige Etappe, während die Nicht-Radler sich auf einen gemütlichen Nachmittag an Bord ein-richten. Der Bus bringt uns über die Grenze nach Österreich bis Orth inmitten des Nationalparks Donauauen. Wir radeln zunächst durch den Auenwald und dann schnur-gerade über den Deich. Wuchernde Natur begleitet uns: Schilfzonen, Moore, Altarme der Donau und ein reicher Baumbestand. Die zahlreichen Vogelstimmen lassen auf eine viel-fältige Tierwelt schließen. Nach rund 22 Kilometern erreichen wir das Städtchen Hainburg, wo wir in einem Café an der Donau verschnaufen. Dann geht’s zurück über die slowakische Grenze nach Bratislava. Nach knapp 40 Tagekilometern treffen wir um kurz vor 19.00 Uhr auf der MS Amadeus Rhapsody ein. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben, erwartet uns für´s Abendessen ein chaotisches Restaurant… Piratenabend an Bord…! Trotz Piraten - mit Kuchen und Sekt lassen die Restaurantcrew und alle Reiseteilnehmer unser heutiges Geburtstagskind hochleben. Danach sorgen die Auftritte der Crew in der Bordbar für einen unterhaltsamen Abendausklang.
Pfingstmontag, den 13.06.11
Ein strahlender Sommermorgen begrüßt uns in Wien. Am frühen Morgen hat die MS Amadeus Rhapsody in Nussdorf im Norden der österreichischen Hauptstadt angelegt. Wiederum werden wir von einer Stadtführerin erwartet. Frau Sailer wird uns auf äußerst unterhaltsame, informative und typisch wienerisch charmante Art ihre Heimatstadt nahe bringen. Wir fahren zunächst entlang des Donaukanals und vorbei am von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Heizkraftwerk zu dem vom gleichen Künstler gestalteten Wohnkomplex. Dann geht’s mit einem Blick auf den Oberen Belvedere bis zum Schloss Schönbrunn, der prachtvollen Schlossanlage nach Versailler Vorbild. Entlang des Nasch-markts erreichen wir die berühmte Ringstraße, an der die Sehenswürdigkeiten wie an der Perlschnur aufgereiht sind: Staatsoper, Parlament, Hofburg, Kunst- und Naturhistorisches Museum, Burgtheater, Rathaus, Universität, etc. Im Anschluss setzen wir unsere Besichti-gung zu Fuß fort: Stephansdom, Pestsäule am Graben, Hofburg, Albertinum - um nur die herausragenden Bauwerke zu nennen, von den unzähligen prachtvollen Jugendstilhäusern und Palais ganz zu schweigen… Und eine Melange in einem Kaffeehaus darf schließlich auch nicht fehlen. Nach dem etwas späteren Mittagessen an Bord heißt es um 15.00 Uhr „letzte Radetappe“: Wir Radler nehmen den Donauradweg Richtung Klosterneuburg und treffen bereits nach kurzer Zeit am weltbekannten Stift ein, dessen Zugang uns allerdings eine beschwerliche „Bergwertung“ abfordert. Nach einem bewundernden Blick in die Kirche setzen wir die Radpartie fort bis Greifenstein, wo wir die Donau auf dem gleichnamigen Kraftwerk überqueren. Eine wunderbare Auenlandschaft umfängt uns und auf der Donau können wir die Aktivitäten einiger Freizeitkapitäne beobachten. Unser Weg führt über die Donauinsel und entlang des Donaukanals zurück zu unserem Schiff. Um 18.30 Uhr vollenden wir nach gut 40 Tageskilometern das Radprogramm dieser Reise - ohne größere Blessuren hat es allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Auch die Nicht-Radler haben dank unseres Reisebusses Stift Klosterneuburg besucht und ansonsten einen gemütlichen Sommer-nachmittag genossen. Nach dem Abendessen erwartet uns ein besonderes „Bonbon“: Als exklusive kleine Gruppe dürfen wir unter der Leitung des Kapitäns einen Blick in den Maschinenraum und die Küche unseres Flußkreuzfahrtschiffes werfen!
Dienstag, 14.06.11
Am frühen Morgen passiert die MS Amadeus Rhapsody die Wachau und legt in Melk an. Der Himmel ist bedeckt - doch Petrus wird sich im Laufe des Tages wieder auf Sonnenschein besinnen. Als letzten Ausflug dieser Reise besichtigen wir am Vormittag das berühmte Benediktinerstift von Melk. Es thront mächtig auf einem Felssporn und umfängt seine Besucher mit einer üppigen barocken Pracht, die im 18. Jahrhundert in nahezu reinster Perfektion geschaffen wurde. Wir werden im Schlosshof von unserer Führerin Monika begrüßt, die uns über die Kaiserstiege in die ehemaligen kaiserlichen Gemächer führt. Kaiserin Maria Theresia ist hier auf Reisen dreimal mit ihrem gesamten Hofstaat abge-stiegen. Heute befindet sich in den Räumen ein modernes, sehr anschauliches Museum über den Benediktinerorden. Nach den Kaisergemächern folgen die Aussichtsterrasse und die wunderbare Bibliothek mit tausenden von wertvollen Büchern. Der Rundgang endet in der Stiftskirche - ein vergoldetes Meisterwerk. Nach der freien Zeit für Souvenirkauf und einen Spaziergang durch den Garten fahren wir um 12.00 Uhr in unserem Bus zum Schiff zurück. Während wir zu Mittag essen legt die MS Amadeus Rhapsody ab und nimmt Kurs auf Passau. Uns erwartet ein geruhsamer Nachmittag an Bord. Einige schauen sich den Film über die Donau in der Bordbar an, andere genießen die vorüberziehende Landschaft vom Sonnendeck aus, wieder andere entspannen bei einer Lektüre oder Massage und genehmi-gen sich den Nachmittagskaffee. Wie auch immer - alle treffen sich um 18.30 Uhr in der Bordbar zum Abschiedscocktail, bei dem sich noch einmal die ganze Crew präsentiert und uns mit einem Gläschen Sekt „Auf Wiedersehen“ wünscht. Unser Grüppchen hat es ge-nossen, eine ganze Woche ein komplettes Flußkreuzfahrtschiff mit kompetenter und freundlicher Mannschaft für sich gehabt zu haben. Zum krönenden Abschluss serviert man uns ein sechsgängiges Abschiedsdinner von höchster Qualität - ein fulminanter Ausklang!
Mittwoch, 15.06.11
Unsere Flussreise über die Donau geht zu Ende: Am frühen Morgen hat die MS Amadeus Rhapsody wieder Passau erreicht. Wir stärken uns mit einem zeitigen Frühstück, bevor das Personal unser Gepäck von Bord zu unserem Bus bringt. Um 8.15 Uhr winken wir zum Abschied und werfen einen letzten Blick auf unser Schiff, die Donau und die Stadt Passau. Mit Gesang, Sekt und einem kleinen Geschenk lassen wir erst einmal unser heutiges Geburtstagskind hochleben. Durch Bayern und Hessen geht die Fahrt zügig voran. Mit Reisebericht und ausblick, kleinen Vorträgen sowie zwischendurch einer leckeren Tasse Kaffee mit Gebäck gestalten wir den Reisetag kurzweilig. Um 17.30 Uhr kommen wir in Köln an und eine gute Stunde später an der letzten Ausstiegsstelle Geilenkirchen.