22. April 2012 − 25. April 2012
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Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.
ReinersKlassik
Sonntag, 22. April
Heute müssen wir früh aus den Federn, weil wir uns schon gegen 8:o Uhr am Flughafen in Düsseldorf treffen wollen.
Für einige von uns beginnt die Reise mit einer kleinen Konfusion. Nicht alle Taxi-unternehmen sind ihrer Aufgabe, die Reisegäste zeitig zum Flughafen zu chauffieren, pünktlich nachgekommen. Aber dieses Problemchen ist schnell gelöst, nach und nach treffen alle noch frühzeitig ein und wir checken für den Lufthansa-Flug in die katalanische Haupt-stadt ein.
Gegen Mittag nimmt uns in Barcelona Erika Rossa, eine Münchnerin, die schon seit Jahrzehnten mit ihrer Familie hier lebt, in Empfang. Sogleich beginnen wir mit einer ersten Rundfahrt durch die quirlige Metropole. Erika führt uns unter anderem auf den Montjuïc hoch über der Stadt. Wir sehen die Burg (Castell de Montjuïc), den Palau Sant Jordi (Georgspalast), ein sehr eigenwilliger Sportpalast, der anlässlich der Sommer-Olympiade 1992 errichtet wurde und in seiner Form an einen riesigen Schildkrötenpanzer erinnert. Die kuriose Nadel des Funkturmes, das Olympiastadion und zahlreiche Museumsbauten vermitteln uns erste Eindrücke von der Stadt.
Höhepunkt für heute ist sicherlich der Besuch des Lebenswerkes von Antoni Gaudi, die Kathedrale „Sagrada Familia“, das unbestrittene Wahrzeichen Barcelonas. Wir sind begeistert von der sehr eigenwilligen Architektur, der aufwendigen und fantasievollen Ausgestaltung des Inneren ebenso wie von den vielen Skulpturen und baulichen Elementen, die nach dem Willen des Genies durch Natur, Religion und Mystik inspiriert sind. An diesem Monumentalbau wird schon viele Jahrzehnte gearbeitet und es wird noch etliche Jahre dauern bis das Werk mit seinem dann über 170 Meter hohen Turm vollendet sein wird.
Nach diesen ersten Eindrücken schecken wir am späten Nachmittag im zentral gelegenen **** Hotel Laietana Palace ein.
Im benachbarten Restaurant „La Catedra“ nehmen wir das Abendessen ein.
Obwohl von dem langen und anstrengenden Tag etwas geschafft, ist uns die Zeit zu schade, schon zu Bett zu gehen. Stattdessen schwärmen wir, einzeln oder in Grüppchen, aus und erkunden die nähere Umgebung, schlendern bis zum nahen Hafen oder kehren in einem der vielen Kneipen oder Tapas-Bars ein.
Montag, 23. April
Nach dem Frühstück holt uns Erika, unsere sehr engagierte und couragierte Fremdenführerin ab zu einem sehr schönen und interessanten Tagesausflug. Unser Ziel ist das Bene-diktinerkloster „Santa Maria de Montserrat“. Wir verlassen die Stadt und fahren cirka 45 Kilometer nach Nordwesten. Das über 1.200 Meter hohe Bergmassiv, in das hinein die gewaltige Klosteranlage hineingebaut ist, bietet schon von weitem einen grandiosen Anblick. Die imposanten Klostergebäude sind eigentlich keine besonderen architektonischen Glanzleistungen. Aber die einzigartige Lage und die natürliche Kulisse inmitten eines großartigen Naturparkes sind ein wahres Erlebnis!
Neben der Schönheit dieser Anlage und ihrer Umgebung ist Hauptanziehungspunkt die Schwarze Madonna aus dem 12. Jahrhundert, die bis heute als Schutzpatronin Kataloniens verehrt wird. Auch wir reihen uns in die Schlange der Wartenden ein, die alle die Mutter Gottes sehen wollen.
Gegen Mittag füllt sich alltäglich die Kathedrale, weil punkt ein Uhr die Chorknaben des klösterlichen Internates die kirchlichen Gesänge „Salve Regina“ und „Virolai“ anstimmen. Diese musikalische Darbietung dauert etwa zehn Minuten und auch die meisten von unserer Reisegruppe lassen sich dieses Spektakel nicht entgehen.
Einige fahren mit der Zahnradbahn etwa 300 Meter hoch bis zum Gipfel des Montserrat. Hier oben ist ein sehr beliebtes Wandergebiet und man hat eine überwältigende Aussicht auf die Klosteranlagen und weit in die Landschaft mit ihren spektakulären Bergformationen..
Am Nachmittag erleben wir einen ganz besonderen Park inmitten der Großstadt: den „Parc Güell“. In die pure Natur hat Gaudi hier eine Vielzahl architektonischer Elemente hineingesetzt, die uns zum Staunen bringen. Wir sehen Märchenhäuser, Drachenfiguren, Grotten, schräge Arkaden und allerlei bemerkenswerte Gebäude und Anlagen, die dieses Areal einzigartig erscheinen lassen. Nicht umsonst wurde das gesamte Ensemble in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Beeindruckt treten wir gegen Abend die Rückfahrt nach Barcelona an. Erika weiß uns unterwegs unendlich viel zu erzählen von der Landschaft, der Geschichte und den sozialen und politischen Verhältnissen in Spanien, insbesondere in Katalonien. Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir wieder unterwegs. Einige haben schon eine „Stammkneipe“, das ist das Lokal, das ihnen gestern Abend so gut gefallen hat.
Dienstag, 24. April
Heute sind wir viel zu Fuß unterwegs.
Zunächst bringt uns Erika, die wir ja inzwischen schon kennen und schätzen gelernt haben, die Besonderheiten, die vielen Baudenkmäler und Relikte aus der Römerzeit nahe. All das müssen wir, wegen der Enge der Gassen und Straßen im so genannten Gotischen Viertel, zu Fuß erkunden. Hierzu gehört selbstverständlich die gewaltig anmutende Kathedrale, mit deren Bau bereits im 11. Jahrhundert begonnen wurde.
Neben der prunkvollen Ausgestaltung, der gotischen Architektur und den vielen Seitenkapellen ist bemerkenswert der Kreuzgang mit einem kleinen Garten, einem gotischen Brunnen und sogar einem kleinen Teich mit einigen Gänsen.
Gegen Mittag gelangen wir zum olympischen Hafen und kehren hier ein in dem netten Lokal „Marina Moncho’s“ direkt am Wasser. Uns werden vorzügliche spanische und katalonische Spezialitäten serviert. Dazu ein leckerer Wein und ein Kaffee.
So gestärkt machen wir uns auf, die Metro, das schnellste Verkehrsmittel der Stadt zu testen. Problemlos erreichen wir nach mehrmaligem Umsteigen die „Fundacio Joan Miró“ auf dem Montjuïc. In diesem sehr üppig ausgestalteten Museum machen wir Bekanntschaft mit den eigenwilligen Gemälden, Skulpturen und Plastiken dieses genialen Künstlers. Ob diese Art Kunst den Geschmack eines jeden Einzelnen trifft, ist eine andere Frage.
Allmählich, etwas geschafft vom langen Laufen, machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel. Vorher besuchen einige noch das „Poble Espanyol“ in der Nähe des Montjuïc. Hier, in diesem malerischen „Dorf“ hat man Gebäude, Straßen und Plätze, Handwerksbetrieb und Gaststätten aus allen Regionen Spaniens erbaut. Eine sehr interessante Anlage und außerdem ein Oase der Ruhe.
Abends geht jeder individuell, zumeist in kleinen Grüppchen, in eine der unzähligen Tapas-Bars, Kneipen und Restaurants in der Nähe unseres Hotel und lässt den Tag ausklingen.
Mittwoch, 25. April
Der Tag steht zur freien Verfügung.
Jeder nimmt die Gelegenheit wahr, die Sehenswürdigkeiten und Plätze in Barcelona aufzu-suchen, die ihn besonders interessieren.
Manche lassen sich auch von den Empfehlungen des Reiseleiters inspirieren oder ziehen direkt mit ihm zusammen los.
Ein sehr beliebtes Besuchsziel ist das in katalanischer Gotik errichtete Gotteshaus „Santa Maria del Mar“. Wegen seines schlichten, aber dennoch kunstvollen Erscheinungsbildes ist dieses Bauwerk für viele „die schönste Kirche Barcelonas“.
Der eine oder andere besucht eines der vielen Museen. Hiervon hat die Stadt ja einiges zu bieten. Besonders die Werke der Avantgardisten wie Miró, Picasso und anderer zeit-genössischer Künstler halten für Kunstliebhaber und -kenner hier ein breites Angebot bereit.
Andere spazieren am Hafen entlang, gehen zum Strand oder nach Barceloneta.
Es ist Zeit genug für eine ausführliche Rundfahrt auf einem Katamaran der Küste vor Barcelona entlang mit anschließender Hafenrundfahrt.
Schließlich ist die Rambla zwischen Plaça Catalunya und der Columbussäule am Hafen ein Besuchermagnet erster Güte. Inmitten des lebhaften und bunten Treibens befindet sich der Mercat de Sant Josep, eine große Markthalle, auch „Bauch Barcelonas“ genannt. Ein vielfältiges und farbenfrohes Angebot von Fischen, Meeresfrüchten aller Art, Obst, Backwaren und allerlei anderem, was der Mensch so braucht, sind eine wahre Augenweide. Heute bietet es sich für uns an, hier eine kleine Pause einzulegen, vielleicht ein Gläschen Cava oder einen leckeren Espresso zu sich zu nehmen. Die Möglichkeiten, den schönen, sonnigen Tag zu verbringen sind so vielfältig, dass jeder etwas für seinen Geschmack findet.
Am späten Nachmittag müssen wir schon wieder aufbrechen, fahren zum Flughafen und unsere gemeinsame, schöne Zeit in Barcelona geht ihrem Ende entgegen.
Adéu, Barcelona!
Passi-ho bé, Catalunya!
Jakob Lorenz